Das Teeanbaugebiet "Darjeeling" liegt im Norden Indiens und grenzt an das Himalaya-Gebirge. Die Höhenlage und der Monsun begünstigen den Teeanbau. Heute umfaßt es etwa 18.000 Hektar und liefert im Jahr 12.000 Tonnen Tee. Zum Vergleich: Assam liefert mehr als 20 mal so viel Tee.
Darjeeling - der Champagner unter den Tee's. Eine kleine Stadt im Norden Indien's gab diesen Teeplantagen ihren Namen. Bis 1816 gehörte die Provinz zum kleinen Königreich Sikkim. Um 1840 begannen unter anderem deutsche Missionare mit dem Teeanbau; die Pflanzen wurden dazu aus China importiert. Die Teegärten, wie sie auch liebevoll genannt werden, liegen an den Südhängen des Himalaja's in ca. 1000m - 2500m Höhe. Sie sind umgeben von den Flüssen Balasan, Teestra und Mechi. Die dort geernteten Tee's zählen zu den besten und damit begehrtesten Teesorten der Welt.
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Assam ist beinahe so groß wie Deutschland, wird aber nur von ca.
20 Millionen Menschen der unterschiedlichsten Rassen bewohnt. Das weite Land im
Nordosten Indiens ist unwegsam und unerschlossen und besteht im wesentlichen aus
dem breiten Tal des gewaltigen Flusses Brahmaputra mit seinen hügeligen
Randgebieten. Während der Monsunzeit von April bis September ergießen
sich sintflutartige Regenfälle über die Hochebene von Assam. Jetzt
fallen 90% der jährlichen Niederschläge und mit 3000 bis 7000 mm
immerhin das zehnfache des mitteleuropäischen Durchschnitts. Während
des Monsuns steigen die Temperaturen auf Werte von über 35 Grad Celsius an
und verwandeln das Land in ein tropisches Gewächshaus. Die großen
Teeplantagen begleiten den Brahmaputra zu beiden Seiten auf einer Länge von
fast 600 km und stellen somit Indiens größtes zusammenhängendes
Teeanbaugebiet dar.
Die ersten Versuche, hier Tee anzupflanzen, gehen
auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück: Englische Kapitäne der
East India Company brachten von ihren häufigen Reisen nach Kanton auch
Teesamen mit zurück nach Kalkutta. Die chinesichen Teesamen wuchsen jedoch
schlecht oder gar nicht. Dann entdeckte der Major und Handelsreisende Robert
Bruce den wildwachsenden, heimischen Assam-Tee. Im Gegensatz zu den importierten
Teepflanzen war dieser dem feucht-warmen Klima angepaßt. Er wurde als
eigenständige Teeart anerkannt und Robert C.A. Bruce legte die ersten
Teegaerten Indiens an. 1827 kam der erste fertige Assam-Tee in Kalkutta an.
Heute werden in Assam pro Jahr etwa 319.000 Tonnen Tee auf dem 170.000 Hektar
umfassenden Anbaugebiet geerntet, was ca. zwei Drittel der gesamten
Teeproduktion Indiens ausmacht.
Alle Assam-Tees haben eine volle, kräftige
und schwere Tasse, das Aroma erinnert an den Duft von Honig. Aufgrund ihrer Fülle
und Kraft werden sie gern in Mischungen verwendet. Assam-Tees sind
Hauptbestandteil der klassischen englischen und ostfriesischen Mischungen, aber
aber auch unserer beliebter Hausmischungen. Das aufgegossene Blatt und die Tasse
sind so extraktreich, dass selbst schlechte Wasserverhältnisse diesem Tee
kaum etwas anhaben können. Asssam-Tees sind ausgezeichnete Morgentees. Sie
vertragen gern etwas kalte Milch. Man unterscheidet bei den Assam-Tees hauptsächlich
zwischen Blatt- und Broken-Tees.
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Ceylon, das heutige Sri Lanka wird auch "die Insel des Tees"
genannt. Sri Lanka war nicht immer Teeanbaugebiet. Vor ca. 300-400 Jahren wurde
hier noch Kaffee angebaut. Leider (oder besser zum Glück? ) gab es zu
diesem Zeitpunkt eine Pflanzen-Krankheit, die sämtliche Kaffeeplantagen
zerstörte. Auch nach Jahren gelang es nicht, dort wieder Kaffee anzubauen.
Somit entschied man sich für Tee. Heute wird das ganze Jahr über in
Ceylon Tee geerntet. Die besten Qualitäten werden von Januar bis März
in den Highlands, also ab 1500 m Höhe, gepflückt.
Die
Distrikte Uva, Dimbula und Nuwara Eliya in ca. 2000 m Höhe bringen die
besten Sorten. Durch die beiden Monsunperioden kommt es zu zwei Erntezeiten mit
besonders guter Qualität. An den Osthängen in der Provinz Uva werden
von Juli bis September Tees mit hervorragendem Charakter geerntet. Sie zeichnen
sich durch eine grosse Aromafülle und eine sehr kräftige, ergiebige
Tasse aus. Die Ernteperiode an den Westhängen geht etwa von Anfang Februar
bis Mitte März. Im trockenen Klima des Westens gedeihen die
feinaromatischen Tees des Dimbula- und des Nuwara Eliya-Gebietes.
Nach
der täglichen Ernte werden kleine Teeproben an das Teeinstitut in Colombo
geschickt, wo die Qualitäten kontrolliert und das erste Mal bewertet
werden. Anschließend wird der Tee auf den Teeauktionen versteigert. Das
Teemonopol hat in Ceylon der Staat. Deshalb ist es unmöglich, daß
Gelder direkt zu den verschiedenen Plantagen zurückfließen, um den
Bauern zu helfen. Jeder Teegarten produziert einen für ihn typischen
Geschmack. Ceylon Tee ist angenehm herb und aromatisch.
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